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Rückblick Veranstaltungen

Berichte 2018

 

Reisebericht - Auf den Spuren von Albrecht Daniel Thaer in Möglin

Reinhard Wenzel

 

Nach der erfolgreichen ersten Exkursion des Museumsvereins Celle nach Möglin im Jahre 2015 (siehe „Celler Chronik“ 23. (2016), S. 292-294) konnte diese Reise mit einigen Abänderungen am 22. und 23. September 2018 wiederholt werden. Wiederum galt es, sich auf die Spuren des aus Celle stammenden Arztes und Begründers der modernen Agrarwissenschaften, nämlich Albrecht Daniel Thaers (geb. am 14. Mai 1752 in Celle, gest. am 26. Oktober 1828 in Möglin), zu machen.

Auf der Hinfahrt wurde ein Zwischenstopp am Schloss Reckahn eingelegt, das südlich von Brandenburg/Havel gelegen ist. Unser Mitfahrer Herr Mieke hatte uns durch das Verlesen eines Textes schon auf dieses Ziel näher eingestimmt. ....  (ganzen Bericht lesen)

 

Moeglin  Aufmacher

 

Besuch in der Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Celle am 22.5.2018

Rund fünfhundert Mal im Jahr wird die Freiwillige Feuerwehr Celle zu Hilfe gerufen. Nicht nur wenn es brennt. Oft muss sie ausrücken, um eingeklemmte Personen aus Unfall-Autos zu retten, Chemikalien zu beseitigen, umgestürzte Bäume zu bergen oder auch mal Jungstörche zu beringen. Zuständig dafür ist Ortsbrandmeister Bernd Müller, im Hauptberuf selbständiger Unternehmensberater. Den leider nur acht Mitgliedern des Museumsvereins vermittelte er einen lebendige Einblicke in den Alltag der Feuerwehr, wobei er mehr auf das historische als das technische Interesse seiner Gäste einging. So erfuhren wir viel über die Entwicklung des Brandschutzes, der erstaunlicherweise erst zur Mitte des 19. Jahrhunderts organisatorische Formen annahm.

Die Freiwillige Feuerwehr Celle, gegründet 1864, war eine der ersten in Niedersachsen. Bei den damals entstehenden Turnvereinen rekrutierte man die ersten Freiwilligen für die Ausbildung zur Feuerwehrleuten. Durch die .... (ganzen Bericht lesen)

Stefan Dietrich

 

Verein(t) im Museum am 10.6.2018 - RWLE Möller  Künstlerhaus und Ausstellung

 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Verein(t) im Museum haben rund 30 Mitglieder des Museumsvereins die Gelegenheit genutzt, mit sachkundiger Begleitung der Kuratorin der Ausstellung RWLE Möller - Künstler 1952-2001, Jasmin Hartmann, und dem Historiker Tim Wegener, einem enger Freund RWLE Möllers, das Künstlerhaus in der Zöllnerstraße und die Ausstellung im Bomann-Museum zu besuchen.

Die erste Station an diesem Nachmittag war das Künstlerhaus in der Zöllnerstraße. Hier hat RWLE Möller gearbeitet, als Künstler und als Heimatforscher. Das Celle-Lexikon, Straßen in Celle und das posthum erschienen Werk Celle Das Stadtbuch beruhen auf Möllers akribischer und fleißiger Arbeit. Durch ein Fenster in seiner verwinkelten Altbauwohnung im ersten Stock sieht man sein kleines Arbeitszimmer, in dem er viele Stunden an seinem Schreibtisch verbrachte und seine gesammelten Informationen ordnete und zusammentrug.

Noch ein Stockwerk höher, unter dem Spitzdach des alten Fachwerkhauses, besichtigten wir das Atelier des Künstlers. Insgesamt 448 Gemälde sind hier entstanden. Einige sind nun im Bomann-Museum in der Ausstellung RWLE Möller Künstler 1952 – 2001 zu sehen.

Nach einem kurzen Fußweg von der Zöllnerstraße besichtigten wir die beiden Ausstellungsteile: Zuerst erläuterte Tim Wegener die Bilder in der Ehrenhalle, insbesondere wie Möller die politischen Diskussionen seiner Zeit künstlerisch umsetzte. Im Untergeschoss führte uns die Kuratorin der Ausstellung, Jasmin Hartmann, und erläuterte uns an Beispielen, dass Möller sich immer wieder Anregungen bei seinen künstlerischen Idolen Edward Hopper und Andy Warhol holte.

Ein interessanter und kurzweiliger Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken endete mit einem ungezwungenen Umtrunk im Bomann Museum.

Dach Zimmer Ausstellung

 

Besuch bei Fahrrad Werner am 22.5.2018

Bei bestem Fahrradwetter besuchten wir die Celler Institution Fahrrad Werner: den ältesten Fahrradfachbetrieb im Regierungsbezirk Lüneburg, tätig seit 1905 und nun in der fünften Generation der Familie Werner. Der Besuch in diesem traditionellen Celler Handwerkbetrieb ging über das Thema Fahrrad weit hinaus, das gab eigentlich nur den „Rahmen“ ab. Der Juniorchef Hendrik Werner führte uns zunächst steil nach unten in einen alten Gewölbekeller, der als Lagerraum genutzt wurde. Dann ging es weiter in die aktuellen Werkstatträume, die im Laufe der Zeit ihre Funktion und Ausstattung gewechselt haben bzw. neu dazugekommen sind – allein die alte Werkbank behauptet unerschütterlich ihren angestammten Platz.

 

Nun wurde aus der Werkstattführung unerwartet zusätzlich eine Hausführung, denn es ging in das Obergeschoß, wo wir sehr freundlich von den Eltern Werner empfangen wurden. Sie zeigten uns bereitwillig ihre schönen Wohnräume, gar nicht niedrig und unzeitgemäß, wie es heute leider so oft über Celler Fachwerkwohnungen heißt. Vor den Ahnenbildern gab der Senior Horst Werner dann noch humorvolle Familieneinblicke. Am schönsten war natürlich – zumal bei diesem nachpfingstlichen Strahlewetter – der bezaubernde Blick von der Dachterrasse auf die schmucken Fachwerkfassaden und den Stadtkirchenturm. Wie oft bin ich die Kalandgasse von der Kirche kommend Richtung Kanzleistraße entlanggegangen und habe mir gedacht „von der Terrasse muss man einen tollen Blick haben“. Man hat! Und selbst unter dem Dach gibt es noch Stauraum für Fahrradreifen, wie wir von der Terrasse aus sehen konnten. Überhaupt ist Stauen in diesem Betrieb das Stichwort: in diesem Haus gibt es keine ungenutzten freien Räume. Wie die Mitarbeiter von Fahrrad Werner aber jeden Abend die 100 Fahrräder, die tagsüber draußen vor dem Laden stehen, zurück ins Haus schaffen, das bleibt mir ein absolutes Stau-Rätsel.

 

Als Fazit zu dieser Ausgabe von „Kennen Sie Celle?“ lässt sich jedenfalls festhalten: dies war in mehrfacher Hinsicht ein hochinteressanter Blick - hinter die Kulissen eines Celler Traditionsgeschäfts, dazu in ein altes, von sehr freundlichen Menschen bewohntes Fachwerkhaus und überdies von einer paradiesischen Dachterrasse

  

Text und Fotos Ingo Vormann

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(AK 28.10.2018)