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Pressestimmen

„Bomann-Museum für alle ein Gewinn“

Beim Jahresempfang des Museumsvereins steht die Neugestaltung im Mittelpunkt

 

Cellesche Zeitung, 28.03.2014 - von Rolf-Dieter Diehl

 

Auf großes Interesse stieß der Jahresempfang des Museumsvereins im Bomann-Museum. Die zahlreichen Gäste nutzten die Möglichkeit, das aufwendig neu gestaltete Museum in Augenschein zu nehmen.

 

„Bomann-Museum für alle ein Gewinn“ CZ 28.03.2014


CELLE. „Was gibt es für einen schöneren Abend als unter Freunden zu sein?“, fragte Jochen Meiners, der Leiter des Bomann-Museums, sich und die zahlreichen Gäste anlässlich des Jahresempfangsdes Museumsvereins am Mittwoch in der Ehrenhalle des Museums. Neben den eigenen Vereinsmitgliedern warenauch viele Ehrengäste und Vertreter anderer Kulturvereine der Einladung gefolgt und hatten für ein wahrlich volles Haus gesorgt.

 

Sigrid Maier-Knapp-Herbst, die Vorsitzende des Vereins, hatte in ihrer Begrüßung das Alleinstellungsmerkmal und die Unverwechselbarkeit des Museums hervorgehoben und dabei die Bedeutung des Museumsvereins unterstrichen, der sich „mit großem Ernst und Eifer seit über 120 Jahren“ seiner sich selbst gestellten Aufgabe widmet, „durch Förderung der allgemeinen Bildung für die Erforschung und die Verbreitung der Kenntnisse der Volkskunde sowie der Kunst und Landesgeschichte vor allem der Stadt und des Landkreises Celle zu wirken“. Unter Bezugnahme auf das letztjährige Kulturforum in Hitzacker übertrug sie eine der dort formulierten Thesen, nach der hinsichtlich der zu erweckenden Aufmerksamkeit „jeder Ort immer wieder neu von innen und von außen betrachtet“ werden müsse, auf Celle und das Bomann- Museum. Hier „unsere Stadt mit ihren vielfältigen Schönheiten und Widerständig- und Widersprüchlichkeiten“, dort „das Bomann-Museum in seiner neuen Gestalt“, an der – wie sie nicht ohne Stolz feststellte – der Museumsverein maßgeblich mitgewirkt habe. Aber genauso wichtig seien die Menschen, die den Ort beleben, betonte sie, die Bürger und Besucher der Stadt und darüber hinaus ganz besonders die engagierten Mitgestalter des kulturellen Lebens.

 

„Aus ganz persönlicher Perspektive“ ging Susanne McDowell als Vertreterin der Stadt Celle in ihrem Grußwort darauf ein und beschrieb das Bomann- Museum und sein bürgerliches Engagement als „wichtige Säule des Celler Kulturlebens“, dessen Arbeit von einer breiten Bevölkerungsschicht mitgetragen werde. Sie sei stolz auf die Zusammenarbeit mit dem Museumsverein und bedankte sich ausdrücklich für dessen fortwährende ideelle und finanzielle Unterstützung, deren Mittel allerdings zurzeit – wie Maier-Knapp-Herbst ausführte – durch die Neugestaltung desMuseums „fast gänzlich aufgebraucht“ seien.

 

Der Hinweis der Vorsitzenden an anderer Stelle, dass nach einer Definition des Internationalen Museumsrates ein Museum „eine nicht gewinnbringende (...) Einrichtung im Dienste der Gesellschaft“ sei, wurde hingegen später von Meiners augenzwinkernd korrigiert: Das Bomann-Museum sei für alle ein Gewinn, konstatierte er und wünschte sich, „dass es jeden Tag so voll sein möge wie heute“. Im Anschluss darannutzten die Gäste die Möglichkeit, sich ausgiebig in den neu gestalteten Ausstellungsräumen umzusehen. Und wo man auch hinhörte, überall erging man sich in Superlativen.