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Rückblick Veranstaltungen 2015

Besuch der „Stiftung niedersächsische Gedenkstätten“ im Albrecht Thaer Haus

Donnerstag 24. September 2015, 17:00 Uhr

 

Ansicht Albrecht Thaer Haus

Durch Herrn Dr. Wagner, dem Leiter der Gedenkstätte, wurden die rd. 25 Besucher freundlich im Sitzungssaal des Gebäudes begrüßt. Nach der Besichtigung des Gebäudes berichtete Herr Becker als Vertreter des Museumsvorstandes und ehem. Verantwortlicher für die Sanierung des Gebäudes von der langen, wechselvollen und turbulenten baulichen Geschichte des Albrecht Thear Hauses.

Im Jahr 1793 erbaute Dr. Albrecht Daniel Thaer (1752-1828) dieses Herrenhaus und errichtete auf dem ehemaligen Gelände der herzoglichen Fasanerie ein „landwirtschaftliches Lehrinstitut“. 1804 folgte er dem Ruf nach Preußen (Rittergut Möglin) und ... (vollständiger Bericht als pdf.)

 

(R.Becker, Oktober 2015)

 

Auf den Spuren von Albrecht-Daniel Thaer in Brandenburg und Möglin

am 26. u. 27.09.2015

Für 40 Personen aus Celle hatten wir den weiten Weg per Bus von Celle nach Möglin mit einem Zwischenstopp auf Burg Ziesar gemacht und auf dem Gut Möglin angelangt ließen wir uns das reichhaltige Menü im sog. Professorenhaus des ehemals Thaerschen Gutes schmecken.

Frau Gräfe und Herr Dr. Hübner von der Fördergesellschaft Möglin übernahmen die Führung der interessierten Besucher, stellten die Außenanlagen vom Gutshof und Gutspark mit Grabstätte und die jeweiligen Ausstellungen im Neubau neben dem Gutspark vor. Die Fördergesellschaft stellt sich das Ziel „Leben und Werk Thaers“ zu würdigen: Begründer der Lehre vom Landbau, Aufbau einer Musterwirtschaft in Möglin ab 1804, Gründung der ersten akademischen Lehranstalt für Landwirtschaft im deutschen Sprachraum (1806) der späteren königlich preußischen Akademie des Landbaues in Möglin, Staatsrat mit Einfluss auf die Agrarreformen von Hardenberg und Stein, Professor an der Berliner Humboldt Universität und Autor einer Vielzahl ... (vollständiger Bericht als pdf.)

 

(Heiner Terkamp)

 

Besuch des Garnison-Museums Celle

 

…ich werde auch meine Bekannten hierhin schicken

17 Interessierte fanden sich am Nachmittag des 11.03.2015 vor dem Garnison-Museum ein, wo sie von Karl Geiger und Jürgen Buck begrüßt wurden. Schnell waren zwei Gruppen gebildet und die Besucher erfuhren in einem launigen und höchst informativen Rundgang nicht nur etwas über drei Jahrhunderte Celler Garnisongeschichte, sondern auch über die deutsche Geschichte überhaupt. Auch Alltägliches aus dem Soldaten- und Garnisonleben wurde anschaulich und humorvoll erzählt, z.B. warum die Pickelhaube oben einen Pickel hat, warum man Kartoffeln nicht mit dem Messer schneiden darf oder woher der Ausdruck „wienern“ kommt. Der Bezug zu Celle wurde immer wieder durch Fotos, Uniformteile und allerlei  Erinnerungsstücke hergestellt, die von alten Cellern stammen, z.B. dem Luftschiffer und Zeppelinfahrer Bernhard Busche oder es wurde auf von weit Zugereiste verwiesen, die in der Garnison Celle ihre Frau und neue Heimat gefunden haben. So hat vieles in diesem Museum seine eigene, persönliche Geschichte, die spannend erzählt wird. Eine Besonderheit ist neben den vielen deutschen der umfangreiche Bestand des Museums an britischen Uniformen, die die lange Anwesenheit und enge Verbindung der Briten mit Celle dokumentieren.

Dazu hatten dann auch etliche Teilnehmer aus persönlichem Erleben einiges beizutragen, wie überhaupt auf dem Rundgang munter gefragt und aus der eigenen Familie erzählt wurde. So verging die Zeit wie im Fluge und die letzten Besucher verließen das Museum erst nach über zwei Stunden. Viel Zustimmung fand das Fazit einer Besucherin am Ende „Dieses Celler Museum ist viel zu wenig bekannt, ich bin froh, dass ich heute hier war, ich werde auch meine Bekannten hierhin schicken“.

 

Garnison-Museums Celle, Hafenstr.4

Immer mittwochs von 13.00 bis 18.00 Uhr und sonnabends von 10.00 bis 14.00 Uhr.
Vom 1. Dezember bis inkl. 28. Februar sowie feiertags ist das Museum geschlossen.
Besuche und Führungen außerhalb dieser Zeiten sind nach Anmeldung i.d.R. möglich.

 

Kennen Sie Celle? Besuch des Garnison-Museums Celle

Kennen Sie Celle? Besuch des Garnison-Museums Celle

 

 

 

Besuch der historische Sammlung der JVA Celle

 

Wir waren schließlich nur noch 9 Teilnehmer (Grippewelle), die sehr freundlich von Herrn Sundmacher und Frau Holexa am 12. Februar 2015 durch die historische Sammlung der JVA Celle geführt wurden. Gute eineinhalb Stunden (!) wurden wir in die Justiz- und JVA-Geschichte eingeführt, die Zeit verging wie im Flug und die vielen Fragen wurden alle beantwortet. Das Urteil am Ende war einstimmig: ein hochinteressanter Besuch in einer Welt, die so nahe und doch so fern fern von uns ist.

 

Gespräch mit Dr. Manfred Endler

 

Dr. Manfred Endler berichtete, wie er als  Vierjähriger 1938 nach Celle kam und voller Begeisterung dem Musik des Heidebataillons folgte und schließlich vom Adjutanten des Bataillonführers nachhause gebracht werden musste, weil er den Weg verloren hat. Er schilderte, wie er die Zeit im und nach dem Krieg erlebt hat, er beschrieb aus seiner Sicht die junge Bundesrepublik und die politischen Entwicklungen um sie herum bis letztlich zur Wiedervereinigung 1990.

Er erzählte von seinem Studium  in Freiburg und  München und wie sehr er die kulturellen Angebote und die Freizeitmöglichkeiten der Umgebung  genossen hat, schließlich aber nach Göttingen ging, um zügig sein Examen zu machen. Eine Familie zu gründen und die ersten beruflichen Stationen zu absolvieren. Er war Richter, Pressesprecher von Justizministern und zuletzt von 1990 bis zu seinem Ruhestand Generalstaatsanwalt in Celle. Daneben war er Mitglied im Kreistag und erster stellvertretender Landrat und lange Jahre Mitglied im Vorstand der CDU. 30 Jahre war er Vorsitzender der Volkshochschule und ebenso lange hat er angehende Kommunalbeamte unterrichtet. Manfred Endler war ein leidenschaftlicher Sänger in der Celler Stadtkantorei; als Kirchenvorstand hat er erfolgreich Mittel für die Finanzierung der neuen Stadtkirchenorgel eingeworben. Schließlich im Ruhestand hat er die er Sommerlichen Musiktage Hitzacker in ruhiges Fahrwasser geführt. Und nach langen Jahren aktiver Tätigkeit im Vorstand ist er heute Ehrenvorsitzender im Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.

 

Es war ein lebendiger Abend, der im Flug verging.

 

(Ak 06.09.2017)